Nachrichten entnommen von: Aktien Gurus.com
Heizkostenreform: Welche Neuerungen Mieter jetzt erwarten
Für viele Mieterinnen und Mieter in Deutschland stehen bis Ende 2026 grundlegende Änderungen bei Heizung und Abrechnung an. Ursache ist die überarbeitete Heizkostenverordnung (HKV), mit der der Gesetzgeber den Energieverbrauch transparenter machen und den sparsamen Umgang mit Wärme fördern will. Die neuen Vorgaben betreffen sowohl die eingesetzte Messtechnik als auch die Art der Information über den eigenen Verbrauch.
Zentraler Bestandteil der Reform ist die verbindliche Einführung fernablesbarer Messgeräte. In Wohngebäuden mit zentraler Heizungs- oder Warmwasserversorgung müssen künftig sämtliche Heizkostenverteiler, Warmwasser- und Wärmezähler ihre Daten drahtlos übermitteln können.
Damit endet die Nutzung vieler älterer Systeme. Insbesondere Verdunstungszähler sowie Geräte ohne integrierte Funktechnik dürfen nach Ablauf der Übergangsfrist nicht mehr eingesetzt werden. Der Austausch muss spätestens bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein.
Insolvenzen explodieren – Wirtschaftskrise verschärft sich
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland spitzt sich weiter zu. Im vergangenen Jahr wurden 17.600 Unternehmensinsolvenzen gezählt – so viele wie seit rund zwei Jahrzehnten nicht mehr. Fachleute sehen darin keinen vorübergehenden Einbruch, sondern die Konsequenz einer langjährigen Schwächephase. Carsten Brzeski, Volkswirt und Marktbeobachter, ordnet die Entwicklung nüchtern ein: „Das sind die Folgen von drei oder fünf Jahren Stagnation.“
Die Zahlen verdeutlichen, dass sich die Krise inzwischen quer durch alle Unternehmensgrößen zieht. Neben kleinen Betrieben geraten zunehmend auch größere Firmen ins Straucheln, deren Ausfall erhebliche Folgen für Beschäftigte und ganze Regionen hat.
Besonders deutlich zeigt sich die Zuspitzung bei den großen Firmenpleiten. Nach einer Untersuchung der Unternehmensberatung Falkensteg stieg die Zahl der Insolvenzen von Unternehmen mit mehr als zehn Millionen Euro Jahresumsatz im Jahr 2025 um rund 25 Prozent auf 471 Fälle. Seit dem Ende der akuten Corona-Krise im Jahr 2021 habe sich diese Zahl nahezu verdreifacht.
Jonas Eckhardt, Partner bei Falkensteg und Mitautor der Studie, beschreibt die Lage drastisch: „Die deutsche Wirtschaft ringt nicht mehr nur mit Kopfschmerzen – sie hat Fieber bekommen.“ Für zahlreiche Unternehmen gehe es längst nicht mehr um Anpassung, sondern um das nackte Überleben.
Auch 2026 keine Entwarnung
Eine baldige Entspannung ist nach Einschätzung der Experten nicht zu erwarten. Für das Jahr 2026 prognostiziert Falkensteg einen weiteren Anstieg der Großinsolvenzen um 10 bis 20 Prozent auf etwa 530 Fälle.
Die Gründe liegen tiefer als eine schwache Konjunktur. Die Analyse verweist auf eine gefährliche Mischung aus nachlassender Wettbewerbsfähigkeit, akutem Fachkräftemangel, hoher Bürokratiebelastung und zurückgestellten Investitionen. Diese strukturellen Hemmnisse blockieren eine rasche Erholung und verstärken sich gegenseitig.
Inflationsrückgang bringt den Dax an die 25.000-Punkte-Marke
Die Entwicklung der Verbraucherpreise in Deutschland verleiht dem Dax neuen Auftrieb. Der Leitindex setzte seine Aufwärtsbewegung fort und legte im Handelsverlauf um 0,4 Prozent zu. In der Spitze erreichte er 24.969 Punkte und näherte sich damit weiter einer Marke, die an den Börsen als psychologischer Meilenstein gilt. Marktteilnehmer werten die jüngsten Inflationszahlen als Signal für ein stabileres wirtschaftliches Umfeld.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, beschrieb die Lage mit den Worten: „Die 25.000-Punkte-Marke ist zum Greifen nah.“ Bereits am Vortag hatte eine starke Nachfrage nach Rüstungswerten den Index über sein bisheriges Rekordniveau aus dem Herbst getragen. Auslöser war der US-Militärschlag gegen Venezuela, der weltweit für neue sicherheitspolitische Bewertungen sorgte.
Aus bei Melitta: Papierwerk nach 226 Jahren geschlossen
Mit der Schließung der Papierfabrik im mecklenburgischen Neu Kaliß endet eine außergewöhnlich lange industrielle Erfolgsgeschichte. Der Standort, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1799 zurückreichen, wird zum 31. März endgültig stillgelegt. Über zwei Jahrhunderte hinweg wurde dort Papier hergestellt, ab 1871 sogar maschinell. Selbst Kriege, Enteignungen und politische Umbrüche konnten den Betrieb nicht dauerhaft stoppen. Nun fällt erstmals endgültig das Aus für einen Standort, der Generationen von Arbeitnehmern geprägt hat.
Von der Entscheidung der Melitta-Gruppe sind 115 Beschäftigte unmittelbar betroffen. Das Unternehmen betont, dass keine Insolvenz vorliege und die Schließung Teil einer unternehmerischen Neuausrichtung sei. Für die Region bleibt der Einschnitt dennoch erheblich. Neu Kaliß war wirtschaftlich und sozial eng mit dem Werk verbunden, das über Jahrzehnte hinweg ein stabiler Arbeitgeber war.
Deutschlands Wirtschaft rutscht tiefer in die Insolvenzkrise
Die wirtschaftliche Abwärtsspirale in Deutschland beschleunigt sich. Was lange als vorübergehende Schwächephase galt, hat sich zu einer strukturellen Krise ausgeweitet. Nach Berechnungen des Institut für Wirtschaftsforschung Halle wurden zuletzt 17.604 Unternehmensinsolvenzen registriert – mehr als in der Finanzkrise 2009 und so viele wie seit rund 20 Jahren nicht mehr. Für das laufende Jahr rechnen Ökonomen nicht mit Entspannung, sondern mit einer weiteren Zuspitzung.
Schon die Monatsdaten lassen keinen Zweifel am Trend. Das Statistische Bundesamt meldete für Dezember einen Anstieg der Firmenpleiten um 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Beobachter sprechen längst nicht mehr von einer Delle, sondern von einer wirtschaftlichen Erosion, die sich durch nahezu alle Branchen frisst.
Mit jeder neuen Pleite wachsen die finanziellen Folgekosten. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform beziffert die Forderungsausfälle bereits auf 57 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Experten sogar bis zu 24.000 Insolvenzen, sollte es bei den aktuellen Rahmenbedingungen bleiben.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um konjunkturelle Schwächen. Hohe Energiepreise, eine ausufernde Bürokratie, steigende Steuern und Abgaben sowie eine chronisch schwache Investitionstätigkeit haben sich zu einer toxischen Mischung verbunden. Viele Betriebe kämpfen nicht mehr um Wachstum, sondern schlicht ums Überleben.
Besonders alarmierend ist der Vertrauensverlust bei Kapitalgebern. Die Unternehmensberatung Falkensteg berichtet, dass potenzielle Investoren zunehmend grundsätzlich Abstand von Engagements in Deutschland nehmen. Sanierungskonzepte scheitern nicht an fehlenden Ideen, sondern an fehlendem Geld.
Der Standort gilt vielen als zu teuer, zu unflexibel und zu politisch risikobehaftet. Wer heute noch Kapital einsetzt, tut dies oft nur zögerlich oder mit drastischen Renditeforderungen. Für viele angeschlagene Unternehmen kommt diese Zurückhaltung einem Todesurteil gleich.
US-Börsen vor unruhigem Wochenbeginn
Nach dem schwachen Wochenausklang deuten die Termingeschäfte darauf hin, dass die Wall Street zum Wochenstart einen vorsichtigen Erholungsversuch unternehmen könnte. Besonders die technologielastige Nasdaq dürfte jedoch nur einen kleinen Teil der vorherigen Verluste ausgleichen, da der Verkaufsdruck der letzten Sitzungen zu ausgeprägt war.
Das Vertrauen in den Technologiesektor bleibt angeschlagen. Viele Anleger befürchten weiterhin eine Überbewertung im Bereich künstlicher Intelligenz, die den Markt verwundbar macht.
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