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Der Ölmarkt wird das Thema Iran nicht los. Seit nunmehr einem halben Jahr folgen die Notierungen den wechselhaften Nachrichten von dem Konflikt am Persischen Golf. Der neue Schlagabtausch in der Region hat die Preise schon am Sonntag angetrieben. Während das US-Militär Stellungen der iranischen Revolutionsgarden attackierte, feuerten diese Raketen auf US-Stützpunkte in der Region ab.Heute ist der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf 91 Dollar geklettert, ein Plus von rund drei Prozent. Damit liegt die Notierung wieder fast 30 Prozent über dem Zwischentief Anfang Juli, als sich die Lage in dem Konflikt entspannt hatte.Der jüngste Preisanstieg am Ölmarkt habe sich aber in Grenzen gehalten, hieß es in einer Einschätzung des Handelshauses Pepperstone. „Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es wenig Neigung zu geben, den Rohölpreis signifikant nach oben zu treiben“, schrieben die Experten.

Die im Vorfeld mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des KI-Chipriesen Nvidia fielen beeindruckend aus. Im DAX profitieren Infineon und Siemens Energy vom Boom des US-Konzerns.

Es sind erneut Zahlen von einem anderen Stern, die der US-Halbleiterriese Nvidia am Vorabend nach US-Börsenschluss präsentierte. Der KI-Branchenprimus mit Sitz im kalifornischen Santa Clara hat im abgelaufenen zweiten Quartal seinen Umsatz im Jahresvergleich auf 96,2 Milliarden Dollar verdoppelt und damit die Markterwartungen übertroffen. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Umsatz von 92 Milliarden Dollar gerechnet.Auch den Nettogewinn steigerte Nvidia deutlich: Gegenüber dem Vorjahresquartal legte er um 126 Prozent auf 59,7 Milliarden Dollar zu. Der Chip-Konzern prognostizierte für das nächste Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 70 Prozent und sagte für das laufende Quartal Erlöse über den Schätzungen der Wall Street voraus.

Schon seit Monaten steht der Anleihemarkt unter Stress. Das bedeutet, dass die Anleihekurse fallen und die Renditen steigen. In der vergangenen Woche hatte die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen mit 3,275 Prozent den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren erreicht. Die Rendite setzt sich aus dem Zins für die Anleihen und der Differenz zwischen dem aktuellen Börsenkurs und dem Rückzahlungskurs der Anleihen von 100 Prozent zusammen.

„Der Anstieg der Zinsen auf Staatsanleihen ist Ausdruck wachsender Sorge über steigende Staatsverschuldung und drohende höhere Inflation“, sagte jüngst ifo-Präsident Clemens Fuest.

Mit einer höheren Verschuldung steigt das Risiko, dass der Schuldner seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Für dieses gestiegene Risiko wollen die Gläubiger, also die Anleihekäufer, mit höheren Zinsen entschädigt werden. Das zeigt sich darin, dass zu den bestehenden Kursen weniger Anleihen nachgefragt werden – folglich steigen die Renditen.

Dazu kommt der gewaltige Kapitalbedarf, den der Boom rund um Künstliche Intelligenz ausgelöst hat. Besonders große Tech-Konzerne wie Amazon, Alphabet und Meta haben in diesem Jahr zunehmend auch die europäischen Anleihemärkte angezapft, was letztlich auch die Nachfrage nach Staatspapieren schmälert.

Der chinesische Roboterbauer Unitree hat ein erfolgreiches Börsendebüt gefeiert. Die Aktie lag mehr als 600 Prozent über ihrem Ausgabepreis. Noch übersteigt die Milliardenbewertung die Geschäftszahlen um ein Vielfaches.

Der chinesische Roboterhersteller Unitree hat einen rasanten Börsenstart hingelegt. Die Aktie eröffnete am Morgen an der technologielastigen Star-Börse in Shanghai bei rund 1.100 Yuan und damit 629 Prozent über dem Ausgabepreis von 150,80 Yuan. Im Vormittagshandel gab der Kurs einen Teil der Gewinne ab, das Plus lag zuletzt aber immer noch bei rund 500 Prozent.

Unitree ist der erste Hersteller humanoider Roboter an einer Börse auf dem chinesischen Festland und gemessen am Umsatz der weltweit größte Anbieter. Das Unternehmen wurde 2016 im ostchinesischen Hangzhou gegründet. Bekannt wurde es mit vierbeinigen Roboterhunden sowie menschenähnlichen Robotern, die rennen, tanzen oder Kampfsportbewegungen zeigen.

Nach Jahren der Null-Zins-Phase werben Banken plötzlich wieder mit drei oder vier Prozent Zinsen aufs Tagesgeld und überbieten sich regelrecht. Doch bei solchen Lockangeboten sollten Kunden genauer hinsehen.

Sparen auf dem Tagesgeldkonto erlebt ein Comeback: Nach Jahren ohne nennenswerte Verzinsung werben Banken neuerdings wieder mit drei oder sogar vier Prozent Zinsen. „Wir sehen aktuell einen riesigen Wettbewerb zwischen den Banken um das Geld der Kunden“, sagt Christian Klein von der Universität Kassel im neuen 50k-Video auf YouTube. Die Konkurrenz wird größer – und genau davon könnten Kunden nun profitieren.

Eins der prominentesten Beispiele aktuell: JP Morgan Chase. Seit Ende Mai können deutsche Sparer bei der amerikanischen Bank Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegen, bei vier Prozent Zinsen für bis zu vier Monate. Die Bank ist als größte Privatkundenbank der USA international bekannt, hierzulande aber neu. Sie wirbt aktuell unter dem Namen Chase und will sich über besonders hohe Tagesgeldzinsen bei deutschen Sparern schnell einen Namen machen – mit dem Ziel, später weitere Produkte zu verkaufen.

Das erhöht den Konkurrenzdruck auf heimische Banken, sagt Klein: „Der Markteintritt von JP Morgan Chase macht die anderen Banken natürlich nervös. Wir werden in den nächsten Monaten und Jahren beobachten können, dass der Konkurrenzdruck zwischen den Banken größer wird, was für die Kunden nicht das Schlechteste sein könnte.“