Nachrichten entnommen von: Aktien Gurus.com
Februar 2026
Santander plant milliardenschweren Einstieg bei US-Bank
Die spanische Großbank Santander steht vor einem möglichen Meilenstein in ihrer internationalen Expansion. Das Institut beabsichtigt, die amerikanische Regionalbank Webster
Kraftstoffkosten ziehen weiter an und belasten Verbraucher
Autofahrer in Deutschland sehen sich weiterhin steigenden Preisen an den Zapfsäulen gegenüber. Benzin und Diesel verteuerten sich im Januar spürbar im Vergleich zum Dezember, und auch zu Beginn des Februars setzte sich die Aufwärtsbewegung fort. Aktuelle Auswertungen zeigen, dass mehrere Faktoren gleichzeitig wirken und die Kosten für Mobilität weiter erhöhen.
Preisniveau im Januar deutlich höher als im Vormonat
Nach Erhebungen des ADAC lag der durchschnittliche Preis für Super E10 im Januar um 8,6 Cent pro Liter über dem Wert des Vormonats. Diesel verteuerte sich sogar um 9,4 Cent. Im bundesweiten Monatsmittel kostete E10 1,739 Euro je Liter, während Diesel bei 1,692 Euro lag.
Damit wurde der Start ins neue Jahr für viele Autofahrer teurer als erwartet. Die Preisdaten belegen einen klaren Trend, der bereits in den letzten Wochen des Vorjahres begonnen hatte.
Starke Schwankungen im Tagesverlauf
Innerhalb des Monats zeigten sich deutliche Unterschiede von Tag zu Tag. Für Fahrer von Benzinfahrzeugen war der 15. Januar der kostspieligste Tag, an dem E10 1,749 Euro pro Liter erreichte. Diesel verzeichnete seinen Höchstwert am 31. Januar mit 1,718 Euro.
Am anderen Ende der Skala lag der 1. Januar. An Neujahr waren beide Kraftstoffe am günstigsten. E10 kostete 1,709 Euro, Diesel 1,658 Euro je Liter. Diese Unterschiede verdeutlichen, wie stark die Preise innerhalb kurzer Zeit schwanken können.
Februar startet mit weiteren Preisaufschlägen
Eine Entlastung zum Monatswechsel blieb aus. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt eines Dienstags im Februar stieg der Preis für E10 auf 1,752 Euro pro Liter. Diesel verteuerte sich parallel auf 1,728 Euro. Beide Werte lagen damit bereits über den jeweiligen Höchstständen aus dem Januar.
Die Entwicklung zeigt, dass der Preisdruck an den Tankstellen weiter anhält und bislang keine Trendwende erkennbar ist.
Heizkostenreform: Welche Neuerungen Mieter jetzt erwarten
Für viele Mieterinnen und Mieter in Deutschland stehen bis Ende 2026 grundlegende Änderungen bei Heizung und Abrechnung an. Ursache ist die überarbeitete Heizkostenverordnung (HKV), mit der der Gesetzgeber den Energieverbrauch transparenter machen und den sparsamen Umgang mit Wärme fördern will. Die neuen Vorgaben betreffen sowohl die eingesetzte Messtechnik als auch die Art der Information über den eigenen Verbrauch.
Pflicht zur fernablesbaren Messtechnik
Zentraler Bestandteil der Reform ist die verbindliche Einführung fernablesbarer Messgeräte. In Wohngebäuden mit zentraler Heizungs- oder Warmwasserversorgung müssen künftig sämtliche Heizkostenverteiler, Warmwasser- und Wärmezähler ihre Daten drahtlos übermitteln können.
Damit endet die Nutzung vieler älterer Systeme. Insbesondere Verdunstungszähler sowie Geräte ohne integrierte Funktechnik dürfen nach Ablauf der Übergangsfrist nicht mehr eingesetzt werden. Der Austausch muss spätestens bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein.
Ergo baut bis 2030 in Deutschland bis zu 1.000 Stellen ab
Automatisierung trifft Routinen in Service und Schaden
Der Versicherer ERGO stellt seine Abläufe langfristig neu auf – und verbindet den Umbau mit einem spürbaren Personalabbau in Deutschland. Bis Ende 2030 sollen hierzulande rund 1.000 Arbeitsplätze wegfallen. Umgerechnet entspricht das etwa 200 Stellen pro Jahr. Der Hintergrund: Immer mehr standardisierte Vorgänge lassen sich digitalisieren, insbesondere dort, wo Arbeitsschritte wiederkehrend, regelbasiert und datengetrieben sind.
Genau solche Prozesse prägen weite Teile der Versicherungsverwaltung – vom ersten Kundenkontakt über die Erfassung von Schadenmeldungen bis zur Dokumentenbearbeitung. Software kann Anfragen vorsortieren, Formulare automatisch ausfüllen, Vorgänge nach Priorität klassifizieren oder Plausibilitätsprüfungen durchführen. Das reduziert den Bedarf an klassischen Routinetätigkeiten, während gleichzeitig neue Anforderungen an Steuerung, Kontrolle und Ausnahmebearbeitung entstehen.
Vereinbarung mit Arbeitnehmervertretern: Keine Kündigungen bis 2030
Für viele Beschäftigte ist entscheidend, wie der Stellenabbau umgesetzt wird. Nach den vorliegenden Angaben hat sich das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern auf einen Interessenausgleich verständigt. Der Kernpunkt: Betriebsbedingte Kündigungen soll es bis einschließlich 2030 nicht geben. Der Abbau soll stattdessen über Instrumente erfolgen, die als sozialverträglich gelten – insbesondere über natürliche Fluktuation, Altersteilzeit und Abfindungsprogramme.
Personalvorständin Lena Lindemann unterstreicht diesen Ansatz mit einem klaren Satz: „Freiwilligkeit bleibt das zentrale Prinzip. Niemand geht gegen seinen Willen.“ Für den Markt ist diese Aussage nicht nur ein Signal an die Belegschaft, sondern auch ein Hinweis darauf, dass der Umbau planbar über mehrere Jahre gestreckt wird – und damit weniger als kurzfristige Sparmaßnahme, sondern als strukturelle Neuordnung.
Deutschlands Wirtschaft rutscht tiefer in die Insolvenzkrise
Die wirtschaftliche Abwärtsspirale in Deutschland beschleunigt sich. Was lange als vorübergehende Schwächephase galt, hat sich zu einer strukturellen Krise ausgeweitet. Nach Berechnungen des Institut für Wirtschaftsforschung Halle wurden zuletzt 17.604 Unternehmensinsolvenzen registriert – mehr als in der Finanzkrise 2009 und so viele wie seit rund 20 Jahren nicht mehr. Für das laufende Jahr rechnen Ökonomen nicht mit Entspannung, sondern mit einer weiteren Zuspitzung.
Schon die Monatsdaten lassen keinen Zweifel am Trend. Das Statistische Bundesamt meldete für Dezember einen Anstieg der Firmenpleiten um 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Beobachter sprechen längst nicht mehr von einer Delle, sondern von einer wirtschaftlichen Erosion, die sich durch nahezu alle Branchen frisst.
Mit jeder neuen Pleite wachsen die finanziellen Folgekosten. Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform beziffert die Forderungsausfälle bereits auf 57 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Experten sogar bis zu 24.000 Insolvenzen, sollte es bei den aktuellen Rahmenbedingungen bleiben.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um konjunkturelle Schwächen. Hohe Energiepreise, eine ausufernde Bürokratie, steigende Steuern und Abgaben sowie eine chronisch schwache Investitionstätigkeit haben sich zu einer toxischen Mischung verbunden. Viele Betriebe kämpfen nicht mehr um Wachstum, sondern schlicht ums Überleben.
Besonders alarmierend ist der Vertrauensverlust bei Kapitalgebern. Die Unternehmensberatung Falkensteg berichtet, dass potenzielle Investoren zunehmend grundsätzlich Abstand von Engagements in Deutschland nehmen. Sanierungskonzepte scheitern nicht an fehlenden Ideen, sondern an fehlendem Geld.
Der Standort gilt vielen als zu teuer, zu unflexibel und zu politisch risikobehaftet. Wer heute noch Kapital einsetzt, tut dies oft nur zögerlich oder mit drastischen Renditeforderungen. Für viele angeschlagene Unternehmen kommt diese Zurückhaltung einem Todesurteil gleich.
EU-Analyse sieht Europas Wirtschaft im Nachteil
Ein neuer Bericht von EU-Experten schlägt Alarm: Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Europas gerät zunehmend unter Druck. Nach Einschätzung der EU-Kommission verliert der Kontinent im globalen Wettbewerb an Boden. Sowohl äußere Einflüsse als auch hausgemachte Probleme schwächen die industrielle Basis. Die Folgen sind laut Analyse bereits sichtbar und reichen von Stellenabbau im produzierenden Gewerbe bis zur Stilllegung von Produktionsstandorten. Die Kommission sieht dringenden politischen Handlungsbedarf.
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